Vier Fragen an unsere Therapeutin Nicola Kruckenhauser

16.10.2017, BKH Schwaz

Als Therapeutin hilft Nicola den PatientInnen, ihren individuellen Alltag abhängig von ihrem Gesundheitszustand möglichst gut bewältigen zu können. Sie beantwortet uns vier Fragen zum Thema Bewegungsapparat und Rückenschmerzen.

1. Viele Menschen, die sitzende Tätigkeiten ausüben, klagen über Rückenschmerzen. Was können sie vorbeugend tun?
Man sollte seinen Arbeitsalltag möglichst dynamisch gestalten, auch wenn man den ganzen Tag sitzt. Also: Immer wieder aufstehen, die Sitzhaltung regelmäßig verändern, in den Pausen rausgehen und eine Runde im Freien drehen, etc. Beim Sitzen kann ein Sitzball Abwechslung bieten oder ein Schaumstoffkeil kann helfen, für eine bestimmte Zeit aufrecht zu sitzen. Wichtig ist das dynamische Sitzen! Den ganzen Tag stocksteif und gerade zu sitzen ist nicht gesund für den Rücken. In den Pausen sollte man die Gelegenheit nutzen, und draußen ein paar Schritte machen – gerade das Gehen auf unterschiedlichen Untergründen ist wichtig für die Rückenmuskulatur und die Balance.

2. Muss ich täglich Sport machen, um meinen Bewegungsapparat gesund zu erhalten?
Nein. Aber es ist wichtig, Bewegung in den Alltag einzubauen: die Treppe statt den Lift nehmen zum Beispiel, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit fahren statt mit dem Auto, etc. Sport muss aber dennoch sein: Drei bis fünf Stunden pro Woche lautet die Empfehlung. Ob das dann flottes Spazierengehen oder ein Berglauf ist, ist individuell unterschiedlich. Eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport wäre gut. Wie bei allem im Leben ist hier ein gesundes Mittelmaß am besten.

3. Welche Sportarten eignen sich am besten nach einem Bandscheibenvorfall?
Das hängt davon ab, ob konservativ behandelt oder operiert wurde. Nach einer Operation steht meist eine längere Sportpause an. Grundsätzlich gilt es, immer auf das Okay des Therapeuten zu warten, bis man wieder zu sporteln beginnt. Es hat sich gezeigt, dass am Anfang gehen am meisten bringt: barfuß, auf verschiedenen Untergründen, im Wasser. Ganz schlecht für die Bandscheiben sind Stop-and-Go-Sportarten wie Tennis, Basketball oder Fußball.

4. Es heißt immer, schwimmen sei besonders rückenschonend. Ich bekomme jedoch Nackenschmerzen. Was mache ich falsch?
Nackenschmerzen hängen meist mit der Schwimmtechnik zusammen. Wer beim Schwimmen den Nacken überstreckt, muss mit Schmerzen rechnen. Es lohnt sich, gerade zu Beginn mit einem Schwimmlehrer zu trainieren und die richtige Technik zu erlernen. Gut ist auch Rückenschwimmen – aber auch hier lässt man sich am besten von einem Schwimmtrainer anleiten. Wer mag, investiert in eine Poolnudel – die kann dann Nacken und Schultergürtel unterstützen und damit Schmerzen vermeiden.

Weitere Informationen zu unserer Therapie finden Sie HIER.

Kontakt & Anfahrt

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